Übrigens, wie macht man Rosé?
Roséwein, das Sommergetränk schlechthin, besitzt eine breite Farbpalette von Litschifarben bis hin zu Kirschrot, einschließlich Aprikottönen. Diese Eigenschaft variiert je nach verwendeter Traubenverarbeitungstechnik. Dem Winzer stehen zwei traditionelle Produktionsmethoden und eine etwas umstrittenere Methode zur Verfügung:
Roséwein - 1. Methode: Saignée / Mazeration
Technik: Der Wein mazeriert zwölf bis vierundzwanzig Stunden in einem Tank mit der Schale.
⇒ Es ist dieselbe Methode wie bei Rotwein, nur dass dieser dort zwei Wochen mazeriert. Der gewonnene Saft wird anschließend am Boden des Tanks abgelassen (daher der Name Saignée). Ergebnis: ein farbintensiver Wein, oft zwischen Johannisbeere und Mandarine.
Roséwein - 2. Methode: Direkter Pressvorgang
Technik: Die Trauben werden direkt mit der Schale gepresst, es wird nur der Saft gewonnen.
⇒ Dies ist der einzige Kontakt zwischen Saft und Traubenschalen. Der Saft wird anschließend zehn bis vierzehn Tage fermentiert, damit der Rosé vor der Abfüllung alkoholisiert. Ergebnis: ein heller Wein zwischen Pfirsich und Mango.
Roséwein - 3. Methode: (die umstrittenste) die Mischung
Technik: Einige Länder mischen Rotwein mit Weißwein, um Rosé zu erzeugen.
⇒ Diese Technik betrifft nur Länder außerhalb Frankreichs und meist außerhalb der Europäischen Union. Ergebnis: 15 % der Rosés weltweit werden durch Verschnitt hergestellt, das Ergebnis ist oft mittelmäßig, also Vorsicht beim Kauf von australischem Rosé, dieses Verfahren ist dort üblich!