Wie macht man Roséwein?
(Spoiler: Es ist keine Mischung aus Rot- und Weißwein, bis auf eine einzige Ausnahme. Kennen Sie sie? Wir verraten sie Ihnen weiter unten).
Roséwein ist so etwas wie der Überraschungsgast der warmen Tage (auch wenn wir bei Petit Ballon dafür plädieren, dass Roséwein das ganze Jahr über Ihre Tafel begleitet). Sobald die Temperaturen steigen, sieht man ihn auf den Tischen auftauchen: Aber wissen Sie, wie Roséwein hergestellt wird? Denn nein, Rosé zu machen bedeutet nicht einfach, etwas Rotwein und Weißwein in einem Tank zu mischen. Es ist sogar ein viel subtilerer Prozess, den wir Ihnen gerne näherbringen möchten.
Ausgangspunkt: die roten Trauben
Das mag für manche kontraintuitiv sein, aber Rosé wird immer aus roten Trauben (oder schwarzen Trauben mit weißem Saft, um genau zu sein) hergestellt. Warum? Weil die Farbe eines Weins nicht vom Saft kommt, der klar ist, sondern von der Traubenhaut. Zu den am häufigsten verwendeten Sorten gehören Grenache, Syrah, Cinsault, Mourvèdre, Pinot Noir oder Cabernet Franc, je nach Region.
Um diesen schönen Roséton zu erhalten, reicht es, die Häute der roten Trauben mit dem Saft in Kontakt zu lassen... aber nicht zu lange. Und genau hier entscheidet sich alles.
Drei Methoden zur Herstellung von Roséwein
1. Die kurze Mazeration (oder Saignée-Rosé)
Dies ist die edelste und traditionellste Methode. Die roten Trauben mazerieren (Häute + Saft) einige Stunden, bis der Saft eine leichte Farbe annimmt. Dann wird der Tank „angeschnitten“, das heißt, ein Teil des Safts wird abgezogen, um ihn als Rosé zu vinifizieren, während der Rest weiter zum Rotwein verarbeitet wird.
Ergebnis: ein oft kräftigerer Rosé mit mehr Körper und einem gastronomischeren Profil. Das sind insbesondere die Rosés unseres Labels „Strukturiert“.
2. Die direkte Pressung
Hier werden die roten Trauben direkt gepresst, wie man es bei weißen Trauben tun würde. Die Farbe bleibt daher sehr blass, da die Häute kaum Zeit haben, den Saft zu färben.
Ergebnis: ein heller, zarter Rosé, oft blumiger oder fruchtiger. Dies ist die bevorzugte Methode in der Provence zum Beispiel. Wir ordnen sie dem Label „Leicht“ zu.
3. Die Mischung… erlaubt, aber streng geregelt
Weißwein und Rotwein mischen? Das ist nur in der Champagne erlaubt, um Rosé-Champagner herzustellen. Hier handelt es sich also eher um eine Ausnahme als um eine echte Produktionsmethode.
Ergebnis: perlende Rosés.
Und danach? Die Vinifikation von Roséweinen
Sobald der Saft von den Häuten getrennt ist, wird der Rosé wie ein Weißwein vinifiziert:
- Gärung bei niedriger Temperatur,
- kurze Reifung (einige Monate),
- Verschnitt verschiedener Rebsorten oder Parzellen
- schnelle Abfüllung, um die Frische zu bewahren. Die meisten Rosés sind dafür gemacht, jung getrunken zu werden, im Jahr nach der Abfüllung.
Nach der Theorie folgt die Praxis: entdecken Sie die Rosé-Cuvées, die wir Ihnen empfehlen!
Also, beim nächsten Öffnen einer Flasche Rosé wissen Sie, dass hinter diesem leichten Kleid viel mehr steckt als nur ein einfacher Sommerwein.