Schluss mit dem trockenen Januar, hallo Tryanuary!
Bei Au Petit Ballon machen wir zwar oft Witze, aber wir haben immer Wert darauf gelegt, die Qualität dessen, was wir trinken, hervorzuheben und zur Mäßigung zu ermutigen.
Wie unser Chef-Sommelier Jean-Michel Deluc immer sagt: „Die wichtigste Eigenschaft eines Sommeliers ist es, nüchtern zu sein – und das das ganze Jahr über, ob es Ihnen gefällt oder nicht!“ Diesen Sommer haben wir Sie sogar eingeladen, eine bei Winzern und Sommeliers wohlbekannte Gewohnheit anzunehmen: bei Verkostungen auszuspucken (na ja, wir verbessern immer noch unsere Technik).
Dem Verbraucher nahe zu sein, sowohl in der Gastronomie als auch im Internet, bedeutet auch, diese Botschaft zu vermitteln. Trinken Sie maßvoll, aber trinken Sie Gutes! Wein ist Teil des kulturellen Erbes der Menschheit. Der Beweis: Er ist indirekt klassifiziert, in Saint-Émilion, Burgund, der Champagne, im Loiretal, im Rheintal, in der Wachau, im oberen Douro, im Piemont, Tokaj, Lavaux...
In Wirklichkeit tendieren wir eher zu einer Initiative, die ebenfalls von unseren englischen Freunden stammt, entdeckt von unseren Kollegen bei Vinepair. Dort ist der Dry January fest in den guten Vorsätzen zum Jahresbeginn verankert – aber er bringt Geschäfte und Produzenten von Bier, Spirituosen und anderen alkoholischen Getränken in Schwierigkeiten, in einem Land, in dem Afterwork eine Tradition ist.
Hier kommen unsere lieben Freunde jenseits des Kanals mit dem Tryanuary ins Spiel. Was ist das? Übersetzt heißt es „Der Januar zum Ausprobieren“!
Credits: Facebook-Seite Tryanuary
Das Ziel? Statt den Konsum komplett einzustellen, schlägt die Bewegung zwei Dinge vor. Zunächst natürlich, den eigenen Konsum zu hinterfragen und Gewohnheiten zu ändern (nur am Wochenende trinken, sich auf ein paar Gläser beschränken, aufhören usw.); vor allem aber, Neues auszuprobieren. Besuchen Sie den Weinhändler, der Sie schon lange interessiert, probieren Sie Orangewein, testen Sie leichte oder alkoholfreie Biere oder entdecken Sie Mocktails, diese berühmten alkoholfreien Cocktails.
Hinter der Bewegung stehen Freiwillige, die täglich Mäßigung predigen, lokale Geschäfte unterstützen und Gelder für Vereine sammeln.
Eine sinnvolle Initiative, die Vereine und Fachleute zusammenbringt. Wer weiß, vielleicht wird die Bewegung 2021 die Grenze überschreiten und auch bei uns Nachahmer finden!
Kurz gesagt, Sie haben es verstanden: Dry January oder Tryanuary – man sollte das ganze Jahr über vernünftig sein und nicht nur einen Monat lang!
______
Mehr Infos zur Tryanuary-Bewegung auf der offiziellen Seite: https://www.facebook.com/tryanuary/