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La véritable histoire du pastis !

Die wahre Geschichte des Pastis!

Adieu l’absinthe, bonjour le pastaga !

 

Bei Au Petit Ballon lieben wir es, Ihnen  Ihre monatliche Weinbox zu liefern. Aber wussten Sie, dass  wir auch Spirituosen  für alle zugänglich machen? Heute erzählen wir Ihnen also die WAHRE Geschichte des Pastis!

Alles beginnt in den 1920er-Jahren, kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Frankreich verlässt das 19. Jahrhundert, und ein bestens bekannter Alkohol gerät ins Visier: Absinth. Die grüne Fee, der man vorwarf, verrückt zu machen (hallo Rimbaud), wird 1915 verboten – ebenso wie alle Getränke mit mehr als 16 Volumenprozent Alkohol.

Doch die Franzosen sind anderer Meinung, verdammt noch mal! Die Gewohnheiten bestehen fort, insbesondere die, mit Wasser gemischte Anisgetränke zu konsumieren. 1920 beschließt die Regierung daher, Anisgetränke mit bis zu 30 Volumenprozent Alkohol zuzulassen.

Vor allem rund um Marseille ist diese Tradition als Aperitif fest verankert. Anis, Sternanis, Lakritz und aromatische Pflanzen verbreiten sich in Windeseile in den Kneipen – gemischt mit eiskaltem Wasser. Eine provenzalische Mode, die einem gewissen Paul Ricard zu Ohren kommt.

 

Paul Ricards Geniestreich

Der junge Paul Ricard (gerade einmal 23 Jahre alt, ein echter Knirps!), Sohn eines Weinhändlers, will dem zweifelhaften Ruf des Absinths ein Ende setzen. Voller Ideen zeichnet er sogar selbst das Etikett seiner künftigen Flasche und verbringt viele Stunden in einem provisorischen Labor damit, verschiedene Kombinationen zu testen. 1932 bringt er so ein Anisgetränk unter seinem Namen auf den Markt: Ricard. Er verleiht einem Aperitif erstmals ein echtes Image von geselligem, lokalem Leben – eben aus dem Süden!


Doch die Behörden sind ratlos: Was ist das für ein neues Getränk? Paul Ricard erfindet daher das Wort „Pastis“, vom provenzalischen „pastisson“ und vom italienischen „pasticchio“, was Mischung bedeutet: Der Pastis ist geboren!


Der kleine Gelbe, der erste französische Longdrink


Von da an wird der kleine Gelbe im ganzen Land schnell zu einer Ikone des französischen Aperitifs. Nach dem Krieg versucht Pernod, mit dem Pastis 51 zu kontern, doch die beiden Häuser fusionieren schließlich 1974 zur Pernod-Ricard-Gruppe.

Auch heute ist Pastis noch immer das Getränk des Südens, des Boulespiels und des Aperitifs. Seit den 1980er-Jahren erlebt die Welt der Anisgetränke jedoch eine echte Erneuerung. Komplexer und aromatischer, mit Mischungen aus Kräutern und Gewürzen, ist der Pastis sogar blau geworden – natürlich gefärbt mit Curaçao.

Bei uns im Petit Ballon schlägt unser Herz für  den Pastis d’Avignon : Düfte der Garrigue, vom Mistral durchweht, steigen Ihnen in die Nase. Ein frischer, feiner und geschmeidiger Pastis, den Sie mit auf die Urlaubsreise nehmen können! 

Und falls Sie Pastis nicht mögen, lassen Sie sich von diesem Video des Institut National de l’Audiovisuel überzeugen, das in den 1980er-Jahren aufgenommen wurde!

Wie wird Pastis hergestellt?

Pastis ist eine wahre Kunst … und erfordert einige sorgfältig ausgewählte Zutaten! Dieses emblematische Getränk aus Südfrankreich wird aus neutralem Alkohol hergestellt, der mit Anis, Lakritz und aromatischen Pflanzen verfeinert wird. Je nach Rezept und Hersteller finden sich darin auch Gewürze, Kräuter oder mediterrane Pflanzen.

Nach dem Einmaischen oder Destillieren der Pflanzen werden die verschiedenen Zutaten mit Alkohol und Wasser vermischt, um einen ausgewogenen und aromatischen Pastis zu erhalten. Das Ergebnis? Ein frischer und großzügiger Anisaperitif, der nur eines verlangt: ein paar Eiswürfel, eiskaltes Wasser … und die Sonne dazu!


 Bildnachweis: Ricard via Pinterest

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