Weintrends des Sommers: Was dieses Jahr jeder trinken wird
Es gibt Sommer, in denen der Wein einfach nur mitspielt. Und dann gibt es Sommer wie diesen, in denen er das Sagen hat. Terrassen, Festivals, spontane Picknicks… Gelegenheiten, ein Glas zu heben, gibt es genug. Was sich ändert, ist der Inhalt.
Hier sind die großen Trends, die den Sommer 2026 prägen werden – damit Sie beim Aperitif glänzen können und vielleicht sogar Ihre nächste Lieblingsflasche entdecken!
Wein im Shaker? Selbstbewusst – und das ist gut so.
Seien wir ehrlich: Wein in einem Cocktail war vor einigen Jahren noch ungewöhnlich. Das ist vorbei. Der Trend Wein-Cocktail hat sich von einer Kuriosität zu einem festen Trend entwickelt – und der Sommer ist eindeutig sein Spielfeld.
Bei der Hitze suchen Verbraucher nach weniger alkoholischen, frischeren und festlicheren Getränken. Wein erfüllt diese Anforderungen perfekt: Er bringt Struktur, Aromen und Komplexität – ohne den Alkoholgehalt eines klassischen Spirituosen-Cocktails.
Was das Rezept angeht, hat der Chardo Mule® den Weg geebnet: Chardonnay + Ginger Beer + Limette, mit etwa 7-8°, während ein klassischer Moscow Mule fast 15° erreicht. Aber in diesem Sommer gewinnt auch eine andere Variante auf Rosé-Basis an Bedeutung.
Das Sommerrezept: Flower Rosé Fizz
Zutaten (für 1 Glas):
- 10 cl VDF Rosé
- 5 cl Orangenblütenwasser (oder leicht zitroniertes Mineralwasser)
- 3 cl Holunderblütensirup
- Saft einer halben Limette
- Eiswürfel, eine essbare Blüte zur Dekoration (optional, aber schick)
Zubereitung: Füllen Sie ein großes Glas mit Eiswürfeln. Gießen Sie den Rosé, dann den Holunderblütensirup und den Limettensaft hinein. Füllen Sie mit Orangenblütenwasser oder Mineralwasser auf. Vorsichtig umrühren. Die Blüte obenauf legen. Sofort servieren.
Warum wir es lieben: florale Aromen, die die fruchtigen Noten des Rosés ergänzen, sofortige Frische und ein vernünftiger Alkoholgehalt. Ideal für lange Sommerabende.
Top 5 der Wein-Cocktails
Der Spritz
Entstanden während der österreichischen Besetzung der Venetien im 19. Jahrhundert, leitet sich der Name Spritz vom deutschen Verb spritzen ab: Die österreichischen Soldaten, denen die lokalen Weine zu stark waren, verdünnten sie mit Mineralwasser. Italienische Bitterliköre und Prosecco kamen im Laufe der Zeit hinzu und formten den heute bekannten Cocktail.
Die Sangria
Das iberische Nationalgetränk. Rotwein, frische Früchte, Zucker, manchmal ein Schuss Spirituose – das Rezept ist so frei wie seine Geschichte alt ist. Der Name stammt von sangre, dem spanischen Wort für Blut, in Anspielung auf die tiefe Farbe. Seit 2014 ist die Bezeichnung „Sangria“ durch eine EU-Verordnung Spanien und Portugal vorbehalten.
Der Bellini
Geboren 1948 in Venedig in der legendären Harry's Bar, kombiniert der Bellini Prosecco mit weißem Pfirsichpüree. Sein Schöpfer, Giuseppe Cipriani, benannte ihn nach dem Maler Giovanni Bellini, dessen Ausstellung damals in der Stadt stattfand und dessen Werke die Farbe des Cocktails inspirierten. Ein Hauch Kunst in jedem Glas.
Der French 75
Cocorico! Dieser Cocktail aus Champagner, Gin, Zitronensaft und Zucker wurde 1915 im New York Bar in Paris erfunden. Sein Name ehrt die 75-mm-Kanone, die die französische Armee im Ersten Weltkrieg einsetzte.
Die Jacqueline
Der Klassiker bei Festen im Südwesten. Dieser gesellige Punch aus trockenem Weißwein, Grenadinesirup und Limonade wird in wenigen Minuten in einem großen Krug zubereitet und mit einer Kelle serviert. Einfach, festlich – aber natürlich in Maßen!
Rosé bleibt im Trend
Der Rosé bleibt der unangefochtene Star beim Aperitif, doch er erfindet sich neu. Heller, trockener, weniger süß, ist er auch die „leichte Beute“ einer Grapefruitscheibe oder sogar eines Spritzers Mineralwasser. Egal. Der Nektar bleibt der Star des Sommers, und apropos Berühmtheit: Die Rosés aus der Provence sind weiterhin beliebt, obwohl auch weniger erwartete Appellationen wie die Rosés aus der Loire, dem Südwesten und auch Vins de France, die dieses Segment besonders bedienen, an Bedeutung gewinnen. Und um zu innovieren, bieten einige Winzer prickelnde Rosés – oder pét-nat Rosés – an, die Frische und Leichtigkeit vereinen. Ein Trend, der über eine bloße Modeerscheinung hinausgeht.
Dosenwein: umstritten, aber überzeugend
Das Objekt, das weiterhin polarisiert, aber die Zahlen lügen nicht: Immer mehr Franzosen lassen sich vom Wein im Dosenformat begeistern. Und in der Praxis überzeugen die Argumente – Leichtigkeit, Praktikabilität, schnelles Kühlen, ideales Format für eine Verkostung allein oder zu zweit.
Für den Sommer 2026 etabliert sich die Wein-Dose als perfekte Begleiterin für Picknick, Strand und Festival. Es ist kein Gimmick mehr: Einige seriöse Winzer haben den Schritt gewagt, und die Qualität stimmt. Das Format macht nicht den Wein, aber es kann sehr nützlich sein!
Trockene und aromatische Weißweine sind gefragt
Eine belegbare Tatsache: Der Verkauf von trockenen Weißweinen steigt in Frankreich deutlich an.
Was suchen die Verbraucher? Frische, Spannung und fruchtige Aromen. Weg mit zu opulenten Weißweinen. Es ist Zeit für Durstlöscher oder die Vins label vif, die Sie auf unserer Website finden können.
In diesem Kontext stechen zwei große Familien hervor. Einerseits die Weißweine der Loire – Sauvignon aus Sancerre oder Pouilly-Fumé, Chenin aus Saumur oder Vouvray, Gros Plant aus dem Pays Nantais. Andererseits die Vins de France, die es Winzern erlauben, dieselben Rebsorten außerhalb der Appellationsvorgaben zu bearbeiten. Das Ergebnis: Weine, wie man sie selten trinkt.
Weniger Alkohol, mehr Genuss
Der Low-ABV-Trend (low alcohol by volume, für Insider) ist nicht mehr geheim. Er etabliert sich im Alltag.
Weinbasierte Cocktails tragen dazu wesentlich bei – ein gut gekühlter Rosé Mule mit 7° im Vergleich zu einem Vodka-Ginger mit fast 15°, die Rechnung ist schnell gemacht. Aber auch natürlich weniger alkoholische Weine gewinnen an Bedeutung: Weißweine, die etwas früher gelesen werden, um Frische zu bewahren und den Alkoholgehalt zu begrenzen, pét-nats mit 9° bis 11°, leichte Rotweine, die auf Frucht statt auf Kraft setzen.
Die Botschaft ist klar: Man kann gut trinken und besser trinken. Das ist keine Einschränkung. Es ist eine Entwicklung.