Blog Wein-News Orangenwein, was ist das?
Le vin orange, kesako ?

Orangenwein, was ist das?

Ein echter Wein, garantiert ohne Orangen


Orangenwein: Das ist ein angesagtes Wort in der Weinwelt geworden. Eine vierte Farbe nach Rot, Weiß und Rosé. Tatsächlich ist Orangenwein ein sogenannter Maischewein. Was ist das, Jamy? Nun, es ist einfach ein Weißwein, der wie ein Rotwein vinifiziert wird! Also keine Orangen in dieser Geschichte!

Normalerweise lässt man bei der Herstellung von Weißwein die Traubenschalen nicht mit dem Saft in Kontakt, wie es bei Rotwein der Fall ist. Aber genau hier liegt der Trick!
Um Maischeweine herzustellen, müssen weiße Trauben mit Schalen und Kernen vergoren werden, denn dort findet man die Tannine! Und manchmal erzeugt dieser Kontakt eine schöne orange Farbe! Tada, hier ist der Orangenwein!

 

Eine Rückkehr zu den Wurzeln


Wir sind also weit entfernt von Marketing oder einem Gag-Wein wie dem blauen Wein, über den wir in einem anderen Artikel gesprochen haben. Orangenwein ist hingegen nicht wirklich neu, denn es scheint, dass die ersten Weine Maischeweine waren. Spuren von Orangenwein finden sich seit der Antike, insbesondere in Georgien, wo diese Art von Wein noch immer auf traditionelle Weise in riesigen Amphoren im Boden vergoren wird. Es ist also eine Rückkehr zu den Wurzeln, die mit dem Trend zu Naturweinen einhergeht.

Allerdings sind einige Weinfachleute mit dem Begriff „Orangenwein“ nicht ganz einverstanden. Denn bei Maischeweinen gibt es eine breite Palette möglicher Farbtöne, die von Braun bis Gelb reichen, natürlich auch das berühmte Orange. Um ganz korrekt zu sein, müsste man also sagen, dass Orangenwein ein weißer Maischewein oder einfach ein Maischewein ist.

 

Und wie schmeckt er?


Diese Weine, die unsere Nachbarn auf Italienisch „macerato“ und auf Englisch „skin contact wines“ nennen, werden oft als Aperitif oder zum Käse serviert, könnten aber problemlos eine ganze Mahlzeit begleiten. Sie sind in der Regel vollmundiger und geschmackvoller als Weißweine, mit viel Frische und wenig Säure. Man findet Aromen von Trockenfrüchten, Zitrone, Mandarine, gerösteten Nüssen... Am Gaumen zeigt sich die Kraft von Rotweinen, aber mit einer Mineralität, die der mancher trockener Weißweine ähnelt. Eine Verkostung, die sich lohnt, versprochen von Petit Ballon!
 
Kurz gesagt, fernab vom Hype ist Orangenwein einfach ein Wein, der aus einer Tradition stammt, die von leidenschaftlichen Winzern neu belebt wurde. Und auch wenn die Produktion in Frankreich heute noch etwas marginal ist, wetten wir, dass wir in ein paar Jahren mit diesen schönen orangen Flaschen anstoßen werden!

 

Der erste Orangenwein von Petit Ballon

  {{widget type="Lpb\Core\Block\Widget\Blog" sku="PARIND21_AVR22"}}  

Tag und Nacht habt ihr uns gebeten, einen Orangenwein auszuwählen. Also haben wir gesucht und verkostet, bis wir die seltene Perle gefunden haben! Und was für eine Flasche: Hier ist der Eté Indien vom Château de Paraza! Er ist weich und rund, perfekt zum Beispiel zu einem guten Fisch. Für diesen ersten Orangenwein haben sich die Winzer für Gewürztraminer entschieden. So erhält man eine feine Nase mit Noten von getrockneten Rosen, Birne und Pfirsichkompott. Am Gaumen zeigt sich die Süße mit Aromen von kandierten und getrockneten Früchten, einem Hauch Vanille und einem Apfelstrudel-Ton.

 

Ihr habt es verstanden, jede Gelegenheit ist gut, um einen Orangenwein zu genießen und eure Gäste zu überraschen! Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr zu Weihnachten eine Flasche Orangenwein serviert?

Zurück zum Blog