Ratschläge von Damien, Käsemacher und Gründer von Monbleu
Vom Duft angelockt, besuchte Le Petit Ballon die Käserei Monbleu mit einer Mission: Ihnen, liebe Abonnenten und Liebhaber guter Dinge, die besten Wein-Käse-Kombinationen anzubieten. Ein Sonderbericht dazu findet sich in der Dezember-Ausgabe. Um Ihren Appetit anzuregen, trafen wir Damien Richardot, den Käser und Gründer von Monbleu.
Woher kommt Ihre Leidenschaft für Käse?
Damien: Meine Leidenschaft für Käse reicht bis in meine Kindheit zurück. Ich bin in den Alpen aufgewachsen, in Chartreuse, oberhalb von Grenoble, wo ich von Feldern, Kühen und Bauernhöfen umgeben war. Ich trank frische Milch direkt vom Melken (lacht), und Käse stand immer auf unserem Tisch.
Was unterscheidet Sie von anderen Käsegeschäften? Warum wollten Sie Monbleu gründen?
Damien: Bevor ich Monbleu gründete, war ich Strategieberater, ein ganz anderes Feld. Von 2009 bis 2016 eröffnete ich mehrere Restaurants in Paris. 2016 erwachte meine Leidenschaft für Käse wieder zum Leben. Ich wollte die Welt der handwerklichen Käsehersteller und Bauern erkunden und sie besser präsentieren. Meine Idee war, Käse nicht nur als Produkt am Ende einer Mahlzeit oder für Platten zu bewerben, sondern ihn zu demokratisieren und ihn zu jedem Zeitpunkt der Mahlzeit zugänglich und gesellig zu machen. Die Kombination aus Käsegeschäft und Restaurant war ein innovativer Ansatz.
Was sind Ihre Lieblingskäsesorten?
Damien: Ich bin total begeistert von Saint-Marcellin, sehr cremig und gleichzeitig kraftvoll. Ich mag auch Langres von der Familie Remillet, der fruchtig ist und eine rustikale Note hat. Und natürlich einen guten Reblochon vom Bauernhof.
Und was ist mit Weinen?
Damien: Ich bevorzuge Weißweine zu Käse. Ich genieße originelle Kombinationen, wie Savagnin mit Comté oder einen schönen Gamay de Loire mit Saint-Marcellin oder Saint-Nectaire.
Was hat Sie bei der Verkostung mit Jean-Michel Deluc überrascht?
Damien: Am meisten überrascht hat mich die Entdeckung, dass Käse auch mit anderen Getränken als Wein harmoniert, zum Beispiel mit Sake. Besonders beeindruckt hat mich die Kombination eines aschfarbenen Ziegenkäses mit Sake. Von Ihrem Sommelier Jean-Michel Deluc habe ich außerdem gelernt, dass es interessant ist, mit dem Käse zu beginnen und dann zwischen Getränk und Käse hin und her zu wechseln.
Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste, wenn man eine Käseplatte mit einem Wein kombiniert?
Damien: Es ist wichtig, einen Wein zu wählen, der gut zu verschiedenen Käsesorten passt, zum Beispiel einen Weißwein oder einen Rotwein mit wenig Tannin. Idealerweise esse ich Käse früh im Essen, zum Beispiel als Aperitif, um die Aromen besser zur Geltung zu bringen.
Haben Sie Tipps zum Zusammenstellen einer Käseplatte?
Damien: Eine einfache Regel: Nicht mehr Käse als Gäste haben, idealerweise zwischen 4 und 7 Sorten. Es ist eine gute Idee, mit einem frischen Ziegenkäse zu beginnen und die Käsesorten zu variieren, darunter Hartkäse, gekochter Presskäse und kräftigerer Käse.
Um mehr zu erfahren, lesen Sie den Sonderbericht „Le Petit Ballon en mission frometon“ in der Dezemberausgabe der Gazette. Noch kein Abonnent? Es ist nie zu spät.