Wir erzählen Ihnen alles zum Thema Biodynamik!
Hinter seinem zunächst geheimnisvollen und düsteren Erscheinungsbild verbirgt sich hinter der Biodynamik eine echte Philosophie, die eine Landwirtschaft fördert, die die Natur, die Erde und die Menschen mehr respektiert. Wir enthüllen Ihnen alle Geheimnisse dieser Methode, die immer beliebter wird!
Ein wenig Geschichte
Die Biodynamik stammt von Rudolf Steiner, einem Philosophen aus Österreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In den 1920er Jahren hielt er einen Zyklus von 8 Vorträgen, die „Landwirtekurse“ genannt werden, in denen er die Grundlagen der Biodynamik darlegte. Er betonte die Bedeutung der Mond- und Sternzyklen für Pflanzen und Tiere. Er beschrieb die Erde auch als ein lebendiges Ganzes, in dem die verschiedenen Elemente miteinander verbunden sind. Das Ziel der Biodynamik ist es, die Vitalität der Böden und der Kultur zu fördern. Klingt das für Sie unklar? Es gibt jedoch sehr genaue Methoden, um dies zu erreichen!
Wie funktioniert das?
Die Biodynamik folgt den Prinzipien des biologischen Weinbaus: Es sind nur natürliche Betriebsmittel während des Anbaus der Rebe und der Weinbereitung erlaubt. In biodynamischen Weinen kann man daher Schwefel finden, allerdings sind die Mengen begrenzt.
Aber die Biodynamik ist vor allem eine Philosophie, die den Betrieb als einen lebendigen Organismus betrachtet, der durch Organe funktioniert, die miteinander interagieren. Es gibt acht Präparate, die dazu dienen, den Organismus zu „dynamisieren“. Das bekannteste ist das Präparat 500. Es besteht aus Wasser und Kuhdung, das den ganzen Winter über in der Erde des Feldes in Kuhhörnern gelagert wird. Die Mengen sind immer homöopathisch: eine ganz kleine Menge dieses Präparats reicht aus, um den Boden zu beleben.
Die Biodynamik mag seltsam oder merkwürdig erscheinen, und man kann daran glauben oder nicht. Aber bei einigen Weingütern sind die Ergebnisse vorhanden, und man kann dies auch als eine Möglichkeit sehen, dass der Winzer seiner Rebe und seiner Erde besonders nahekommt. Jede Phase des Prozesses führt dazu, dass er Zeit im Weingut verbringt, sich um seinen Betrieb kümmert und eine Symbiose mit der Rebe bildet.
Wie sieht die Biodynamik heute aus?
Die Biodynamik und ihre Wirksamkeit werden von der Wissenschaftsgemeinschaft noch hinterfragt. Dennoch wenden sich immer mehr Weingüter dieser Methode zu. Heute sind etwa 5.500 Betriebe auf allen Kontinenten Demeter-zertifiziert.
Dieses Label garantiert die strikte Anwendung der biodynamischen Methoden. In Frankreich, heute der viertgrößte Produzent von biodynamischen Produkten, betrifft dies hauptsächlich den Weinsektor. Große Weingüter wie das Domaine Leflaive in Burgund, Pontet-Canet in Pauillac oder Vouette et Sorbée in der Champagne haben sich der biodynamischen Landwirtschaft zugewandt.