Eleganz angesichts der Gluthitze. Das ist der kühne Ehrgeiz des Önologen Jorge Moreira, des Mannes hinter der Quinta do Poeira, der sich entschied, sein Weingut im Douro-Tal in Portugal auf Parzellen anzusiedeln, die niemand haben wollte. Im Jahr 2001 setzte er auf einen kleinen Weinberg in dem prestigeträchtigen Pinhão-Tal, dessen Nordausrichtung jedoch alle abschreckte, die die typische Sonneneinstrahlung für Portweine suchten.
Jorge Moreira hingegen strebt nach perfekter Balance. Er sucht die Frische und Mineralität, die eine langsame Reifung ermöglicht. Das Weingut ist ein grandioses Schauspiel: Terrassenweinberge klammern sich verzweifelt an die steilen Hänge und überblicken den Fluss Douro. Der Name „Poeira“ bedeutet „Staub“ und ist eine direkte Hommage an den bröckeligen Schiefertonboden, der im Sommer alles mit einer feinen Staubschicht bedeckt. Diese einzigartige Geologie verleiht den Weinen eine Komplexität und Vertikalität, die man sonst nirgendwo findet, und macht jede Flasche zu einer Geschichte des portugiesischen Terroirs.