Zoom auf Château Bessan
Jeden Monat lässt Le Petit Ballon Sie kostbare Nektare aus verschiedenen Anbaugebieten entdecken. Diese kleinen Schätze verdanken wir den Händen von Frauen und Männern, die täglich ihr Können einsetzen – zur Freude unserer Gaumen!
Château Bessan
Im Herzen der Appellation Premières-Côtes-de-Bordeaux befindet sich Château Bessan, ein Schloss aus dem 17.e Jahrhundert im Besitz der Familie Verdier. Sie bewirtschaftet dort die Weinberge mit einer besonderen Philosophie: nicht zu schummeln und einen natürlichen, gesundheitsfördernden Wein zu erzeugen. Das in Tabanac gelegene Château Bessan ist ein prächtiges Gebäude. 1986 wurde es von der Familie Verdier gekauft. Rémy Verdier, dessen Leidenschaft der Welt des Weinbaus und des Weins gilt, insbesondere aufgrund seiner Kindheit in den Weinbergen und Weinkellern, beschloss, der neue Besitzer von Château Bessan zu werden. Rémy Verdier führte umfangreiche Arbeiten durch, da das Schloss nach dem Zweiten Weltkrieg dem Verfall überlassen worden war.
Das Weingut im Gespräch
Als ich Mathieu Verdier, den Winzer von Château Bessan, befrage, kommt er gerade von einer unangekündigten Kontrolle durch das Ecocert-Siegel. Er ist diesbezüglich gelassen. Seit 2011 hat er die sechzehn Hektar des Weinguts, davon dreizehn Hektar bepflanzt, auf biologischen Anbau umgestellt. Sein Jahrgang 2014 wird übrigens der erste sein, der aus dieser Methode hervorgeht.
Die Umstellung auf einen verantwortungsvollen Anbau ist für diese Winzerfamilie, in der das Handwerk vom Vater an den Sohn weitergegeben wird, lediglich eine Fortsetzung. Diese Arbeit ist er eine Zeit lang geradezu davongelaufen. Er war sich der Schwierigkeit des Berufs und der damit verbundenen Opfer bewusst. Doch schon bald wurde er nach einem Geschichtsstudium von seinem Instinkt zurückgerufen und spezialisierte sich neben Marketingaufgaben auf Önologie und Verkostung. Die Auswahl dieses Monats ist ein leichtes und zartes Vergnügen zum Teilen. Bei ihnen erfolgen die Weinlese und sämtliche Arbeiten von Hand. Allerdings weist er darauf hin, dass diese Zertifizierung eine Überprüfung der Arbeitsmethoden bedeutet. „Alle bisherigen Orientierungspunkte müssen vergessen werden – abgesehen von dieser Handarbeit, die von den Älteren erlernt wurde.“