Wein in Amphoren reifen lassen: der neue, nicht ganz so neue Trend!
Wein ist seit Jahrtausenden ein weltweit geschätztes Getränk. Und die Geschichte des Weins ist beim Petit Ballon etwas, das uns begeistert. Die Methoden der Weinherstellung haben sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt, doch die Verwendung von Amphoren für den Weinausbau ist eine alte Praxis, die kürzlich von Winzern wiederentdeckt wurde, die sich für diese traditionelle Methode interessieren. In diesem Artikel erkunden wir die Vor- und Nachteile des Weinausbaus in Amphoren.
Geschichte des Weins in der Amphore: „Diese Römer sind verrückt“
Zunächst sollte man wissen, dass die Verwendung von Amphoren in der Antike einen gewissen Erfolg hatte, da sie den Transport und die Lagerung von Getränken auf unbegrenzte Zeit und zu geringeren Kosten ermöglichte. Die Phönizier entdeckten um 1500 v. Chr. diese Lagerungsmethode, die insbesondere von den Römern popularisiert wurde, die damals ihren Weinbau stark ausweiteten. Diese bauchige, sich nach oben verjüngende Vase aus Terrakotta war jedoch zerbrechlicher als ein Fass oder Barrique und wurde nach und nach aufgegeben, auch wenn man Spuren davon bis ins 4. Jahrhundert findet.
Ausbau in der Amphore – eine Rückkehr zu den Ursprüngen
Seit Kurzem experimentieren neugierige Winzer, die neue Methoden ausprobieren möchten, erneut mit diesem Behältnis, um Wein darin reifen zu lassen. Und man muss sagen, die Vorteile sind zahlreich:
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Eine natürliche Reifung: Amphoren bestehen aus Ton und sind porös. Das bedeutet, dass der Wein mit Luft in Kontakt kommt, jedoch nicht übermäßig. Der Ton ermöglicht zudem eine leichte Oxidation, die dem Wein andere aromatische Noten verleiht als der Ausbau im Eichenfass. Der Wein wird dadurch auf natürliche Weise bewahrt, was ihm einen einzigartigen und authentischen Geschmack verleiht.
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Kein Holzgeschmack: Eichenfässer werden häufig für den Weinausbau verwendet, da sie dem Wein Aromen von Vanille, Kokosnuss, Kaffee und weitere Duftnoten verleihen. Amphoren besitzen diese Eigenschaften jedoch nicht. Der Wein bleibt somit ohne zusätzliches Holzaroma erhalten. Die in der Amphore bewahrten aromatischen Noten sind daher einzigartig und oft subtiler.
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Umweltfreundlich: Amphoren bestehen aus einem natürlichen und langlebigen Material. Im Gegensatz zu Holzfässern, die regelmäßig ersetzt werden müssen, können Amphoren Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte halten. Das bedeutet, dass der Ausbau in Amphoren eine umweltfreundliche Herstellungsmethode ist.
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Besserer Ausdruck des Terroirs: Amphoren ermöglichen einen präziseren Ausdruck des Terroirs, also der geologischen und klimatischen Eigenschaften der Region, in der die Trauben angebaut wurden. Amphoren verleihen dem Wein keinen einheitlichen Geschmack, sondern ermöglichen es, die feinen Nuancen jeder Ernte einzufangen.
Natürlich gibt es für die Winzer auch einige erhebliche Nachteile:
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Hohe Kosten: Amphoren sind teurer als Eichenfässer. Weinproduzenten müssen daher mehr investieren, um diese Ausbaumethode einzusetzen. Und das macht sich im Flaschenpreis bemerkbar!
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Risiko von Undichtigkeiten: Amphoren werden von Hand gefertigt, was zu Qualitätsunterschieden führen kann. Wenn eine Amphore Risse oder undichte Stellen aufweist, kann der Wein ruiniert werden. Daher ist es wichtig, Amphoren von hoher Qualität auszuwählen und sie sorgfältig zu behandeln.
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Risiko einer übermäßigen Oxidation: Obwohl Oxidation für den Weinausbau in Amphoren vorteilhaft ist, kann ein übermäßiger Kontakt mit Luft zu einer zu starken Oxidation und einer Beeinträchtigung des Weins führen. Weinproduzenten müssen daher während des Ausbaus in Amphoren sorgfältig auf das Sauerstoffmanagement achten.
Die Auswahl an Amphorenweinen des Petit Ballon
Wir vom Petit Ballon lieben es, besondere Entdeckungen und echte Perlen aufzuspüren, und haben Amphorenweine probiert – mit großer Begeisterung! Besonders empfehlen wir den Wein Rivière sauvage, Amphore 2020 des Weinguts Sauveroy: einen wahren Nektar mit honigartigen Noten von weißem Obst, Blütenaufguss und Zitrusfrüchten; oder auch schöne Rotweine wie die Cuvée des Fontenelles 2019 vom Château Pré la Lande.